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Heike Franziska Bartsch - Kunstkalender 2019 - Limitierte Auflage

  • ISBN: 978-3-943622-34-8

    Preis: € 29,95 (D) - € 30,30 (A) inkl. MwSt.

    Erscheinungsjahr: 2018

  • Kunstkalender Berlin 2019

    Heike Franziska Bartsch beobachtet die Veränderungen der Großstadt Berlin und ihrer Bewohner. Auf den Kalenderblättern für das Jahr 2019 finden sich Arbeiten des Projekts „Berlin-Art“. Diese sind selbst entwickelte Bildinszenierungen mit Mehrfachprojektionen und Schattenspiel. Fotografien werden mit anderen Fotografien, mit Zeichnungen oder Malerei kombiniert. Außerdem wird ein szenisches Schattenspiel eingearbeitet. Es sind oftmals bekannte Berliner Bauwerke oder Orte zu erkennen. Durch die szenische Darstellung von Schauspielern und Tänzern in Form des Schattenspiels bringt Heike Franziska Bartsch eine erzählerische Ebene in ihre Werke ein, die auf das Motiv, das Bildthema bezogen ist. Hier spielen Großstadtthemen wie Tempo, Verkehr, Nachtleben, Geselligkeit, aber auch Enge, Armut und Aggression sowie historische Entwicklungen eine Rolle. Es wird aber auch vom schwerelosen Gleiten in der Luft, vom Schweben und Fallen erzählt. Dabei entstehen mehrdimensionale und farblich intensive Bilder. Heike Franziska Bartsch ist nicht nur bildende Künstlerin, sondern auch Tänzerin und Choreographin. Malerei, Fotografie, Tanz und darstellendes Spiel sind in ihrem Werk vereint.

 

Sigrid Weise  - RUHE.STĂ„TTE.

Erinnerungskultur im Wandel

Künstlerische Bestandsaufnahmen auf Berliner Friedhöfen

64 Seiten,  Hardcover; 43 Abb. (farbig); 31 x 24 cm.

Begibt man sich auf Berliner Friedhöfe, springen vielerorts irritierende Veränderungen ins Auge. Sie sind nicht auf Berlin beschränkt, sondern symptomatisch für einen generellen, gravierenden Wandel in der Begräbnis- und Erinnerungskultur unserer Gesellschaft. Viele Friedhöfe sind kaum noch belegt, andere werden geschlossen. Das traditionelle Begräbnis im Sarg weicht zunehmend dem Urnenbegräbnis. Darüber hinaus steigt die Zahl der anonym Bestatteten stetig, ebenso wie die Zahl von Gemeinschaftsgrabanlagen. Gleichzeitig werden staatliche und konfessionelle Friedhöfe für Bestattungen und Bestattungsformen geöffnet, die entgegen der sonstigen Entwicklung einen vermehrten Platzbedarf haben. Es sind dies vor allem die Begräbnis- und Erinnerungsorte für still geborene Kinder und Begräbnisstätten für muslimische Verstorbene.

Die Künstlerin Sigrid Weise ist diesen Veränderungen nachgegangen und hat in den letzten Jahren auf zahlreichen Berliner Friedhöfen fotografiert. Aus diesem Material sind beeindruckende Werke, vor allem Digitaldrucke, aber auch Lithografien entstanden. In der Mehrzahl sind diese Arbeiten Schichtungen von Fotografien – Mehrfachbelichtungen ähnlich –, die zu einer ganz neuen, von der konkreten Situation abstrahierenden und ins Allgemeine gehenden Aussage führen. Diese Kunstwerke ziehen die Betrachtenden in ihren Bann und bringen sie unweigerlich dazu, sich mit den Themen Tod, Vergänglichkeit und Erinnerung, aber auch Trauer, Schmerz und Trost auseinanderzusetzen.

Doch RUHE.STÄTTE. ist kein reines Kunstbuch. Sigrid Weise war es wichtig, den Wandel in der Begräbnis- und Erinnerungskultur, der Ausdruck gesellschaftlicher und mentaler Veränderungen ist, aus verschiedenen Perspektiven zu begreifen. Sie hat elf Autorinnen und Autoren gewonnen, die sich dem Thema aus philosophischer, soziologischer, historischer oder stadtplanerischer Sicht gewidmet oder auch literarisch angenähert haben. In RUHE.STÄTTE. treten Kunst und textliche Erforschung in einen eng verzahnten, spannenden Dialog.

Weitere Informationen im pdf.


ISBN 978-3-943622-35-5
24,95 € [D] inkl. MwSt.